Lernpartnerschaften

Lernpartnerschaften bezeichnen dauerhafte Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen. Die Zusammenarbeit kann in verschiedenen Bereichen erfolgen.

Presseartikel Extra Blatt

Im Regierungsbezirk Köln gibt es mit „KURS“ eine institutionalisierte Form der Kooperation zwischen Unternehmen und Schulen, die wir in unseren Lernpartnerschaften mit Gilgens‘ und der Kreissparkasse Köln pflegen.
Informationen über KURS – Lernpartnerschaften findet man hier:

http://www.kurs-koeln.de/die-lernpartnerschaften

Ziele/Gewinn für die Schulen

•    Unternehmen lernen spätere, potenzielle Ausbildungsplatzbewerber frühzeitig kennen.
•    Unternehmen haben die Möglichkeit, die Anforderungen, die sie an Auszubildende stellen, direkt zu vermitteln.
•    Unternehmen können dazu beitragen, dass für die Arbeitswelt notwendige Kompetenzen in der Schule gezielt
      gefördert werden, um eine höhere Übereinstimmung zwischen dem Anforderungsprofil der Wirtschaft und dem
      Kompetenzprofil der Schüler zu erreichen.
•    Die Zusammenarbeit mit Schulen verschafft den Unternehmen eine Möglichkeit zur positiven Darstellung in der
      Öffentlichkeit.
                                                                           

Beispiele für mögliche Kooperationsinhalte

•   Vorträge von Unternehmensvertretern an der Schule zu verschiedenen Themen (Informationen über Berufsfelder,
     Anforderungen an Auszubildende etc.)
•    Gemeinsame Veranstaltungen wie Workshops, z. B. Bewerbungstrainings mit Rollenspielen, Assessment-Center-Übungen.
•    Betriebspraktika und Betriebserkundungen für Schüler
•    Lehrerbetriebspraktika im Unternehmen
•    Zusammenarbeit/Erfahrungsaustausch zwischen Lehrkräften und Unternehmensvertretern zur Verbesserung
      des Übergangs von der Schule in die Ausbildung
•    Gemeinsame Konzeption von berufsorientierendem, praxisnahem Unterricht, wirtschaftsorientierten Schulprojekten,
      Planspielen etc.
•    Einbeziehen von Wirtschaftsexperten in den Unterricht.
•    Individuelle Unterstützung der Schüler durch Schülerpatenschaften von Auszubildenden.

Beteiligte

•    Schulen und Schüler
•    Unternehmen (meist aus der Region)

Kooperationsvereinbarung

In einer Kooperationsvereinbarung halten zwei Kooperationspartner – beispielsweise die Schule und ein regionales Unternehmen – ihre Vereinbarungen über die Zusammenarbeit schriftlich fest. So werden die Vereinbarungen verbindlich, ein Rechtsanspruch besteht allerdings nicht. Der Zeitraum, in dem der Vertrag gültig ist, kann von den Partnern frei gewählt werden. Von Vorteil sind langfristig angelegte Kooperationen. So können für einzelne Klassenstufen Maßnahmen geplant werden, die dann in jedem Schuljahr in der jeweiligen Klassenstufe durchgeführt werden.
Beispielsweise kann vereinbart werden, dass jedes Jahr ein bestimmter Mitarbeiter aus der Personalabteilung eines Unternehmens in den Deutschunterricht der Klasse 8 kommt, um Tipps rund um die Bewerbung zu geben. Oder es wird im Rahmen des Chemieunterrichts mit jeder 9. Klasse eine Betriebsbesichtigung zum Thema betrieblicher Umweltschutz durchgeführt.
Eine Kooperationsvereinbarung systematisiert die Zusammenarbeit und die Kommunikation zwischen den Partnern sowie die gemeinsam durchgeführten Aktivitäten zur Berufsorientierung. Durch konkretes Verteilen von Verantwortlichkeiten an bestimmte Personen wird Verbindlichkeit hergestellt und die Planung und Umsetzung von Aktivitäten erleichtert. Aus einem Kooperationsvertrag können sich auch neue Kooperationsideen und Projekte entwickeln.
Eine Vorlage für eine solche Vereinbarung bietet das Material „Lernpartnerschaften – Kooperationsvereinbarung“.

Beispiel TheoPrax

TheoPrax ist eine 1996 entstandene Lehr- und Lernmethodik, deren Ziel die Verzahnung von Ausbildung und Wirtschaft und somit die Verbindung von Theorie und Praxis ist.
TheoPrax wird übergeordnet vom Fraunhofer Institut für Chemische Technologie (ICT) in Pfinztal betreut. Darüber hinaus gibt es mittlerweile in 11 Bundesländern Kommunikationszentren für die regionale Betreuung. Zu dem Netzwerk gehören Schulen, Hochschulen, Unternehmen und auch einige Verbände und Kommunen.
Im Rahmen von TheoPrax haben Schüler und Studenten ebenso wie Lehrer und Professoren die Möglichkeit, erworbenes Wissen praktisch anzuwenden. In Projekten werden konkrete wirtschaftliche Fragestellungen von Unternehmen bearbeitet. Weitere Informationen gibt es unter: www.theo-prax.de

Weiterführende Literatur und Links

•    Ackeren, Isabell van, und Anke Thierack. Der Projektwettbewerb. Ideen für die Kooperation von Schule und Wirtschaft.
      Weinheim und München 2004

•    Bundesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT.
      www.schulewirtschaft.de

•    Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung.
      www.bildungsserver.de/zeigen.html?seite=2116

•    Institut der deutschen Wirtschaft Köln JUNIOR gGmbH.
      www.fitfuerdiewirtschaft.de

•    Institut Unternehmen & Schule GmbH.
      www.kurs-21.de
      www.unternehmen-schule.de
      www.portal-schule-wirtschaft.de

•    Landesinstitut für Erziehung und Unterricht. Berufsweltoffene Hauptschule: „Kooperation Schule-Wirtschaft“.
      Stuttgart 1999.

•    Welfens, Maria Jola, und Christa Liedtke. KURS 21 – Lernmodule für Lernpartnerschaften Schule-Wirtschaft.
      München 2005.

Weitere Materialien

Lernpartnerschaften – Kooperationsvereinbarung


Im Regierungsbezirk Köln gibt es mit „KURS“ eine institutionalisierte Form der Kooperation zwischen Unternehmen und Schulen, die wir in unseren Lernpartnerschaften mit Gilgens‘ und der Kreissparkasse Köln pflegen.
Informationen über KURS – Lernpartnerschaften findet man hier:

www.kurs-koeln.de/die-lernpartnerschaften



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