Unsere Partnerschule in Siaya, Kenia

Im Bau befindliche Schule

Jambo!

Grüße aus Kenia

Dieses Jahr konnten persönliche Grüße in Siaya, Kenia an die Schulleitung und die Schüler der Mbaga-Mixed-Primary-School ausgerichtet werden.
2000,-€ im Gepäck und viele liebevoll gestaltete Briefe der Schülerinnen und Schüler der Klasse 5A reiste Herr Wäsche (Schülervater) nach Kenia.
Die Freude war groß und die Schulleitung von der Unterstützung unserer Schulgemeinschaft nun schon seit über 6 Jahren überwältigt.
„Wir sind so ein kleines Dorf mitten in Afrika, es ist schön zu erfahren, dass Menschen in Deutschland an uns denken!“
Der Betrag wird genutzt, um die bereits im Rohbau befindlichen Klassenräume fertig zu stellen.  Blau-weiß in den Farben der Schule wird das verputze Gebäude dann Schutz vor Regen und Hitze bieten.
Da die Klasse 5A schon  seit  Anfang an rege bemüht ist weiterhin die Schule jenseits des Äquators zu unterstützen, wurde bereits ein Kaffee-und Kuchenstand beim Eltern- und SchülerInnensprechtag angeboten.
Das nächste größere Projekt wird eventuell die Errichtung einer Solaranlage auf den Dächern der Schulgebäude sein.
Gisela Raps

Wie alles anfing

Als ich nach meinem ersten Afrikaurlaub die Klasse 5A –Sportfachklasse – bekam, war ich noch so beeindruckt von der einfachen, herzlichen Art der Menschen in Kenia, dass ich viel von meinen Erlebnissen in den Unterricht mit eingebunden habe. Die Schülerinnen und Schüler spürten sofort, dass sie Kindern in Kenia helfen wollen eine bessere Schulausbildung und damit bessere Zukunftschancen zu bekommen. Schnell war der Entschluss gefasst,  Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern in Siaya, Kenia herzustellen. Wir schrieben also erste Briefe und fingen an für die Schule, die weit entfernt von Touristengebieten liegt, zu sammeln.

Herr Wäsche, der mich nach Kenia begleitete, kennt seit ca.20 Jahren den inzwischen pensionierten Lehrer Michael Owino. Er ist nun als Bezirkspolitiker sehr darum bemüht die Schule zu erhalten. Dann wird auch schon mal selbst Hand angelegt und gemauert oder geschreinert. Die Schule wurde 1937 gegründet. Es war zunächst eine Secundary School (9.-12. Schuljahr), später wurde es eine Primary School (1-8. Schuljahr). Sie wurde aus Lehm gebaut, der immer wieder an einigen Stellen erneuert wurde. Nun ist aber der Lehm der Wände zu alt und brüchig, um ihn weiter zu flicken, darum werden neue Gebäude mit solideren Dächern gebaut. Das Geld fehlt leider, weil man seit einigen Jahren für die Primary School kein Schulgeld mehr bezahlen muss. Dadurch besuchen zwar mehr Kinder als früher die Schulen aber es fehlt an Geldern für die Instandhaltung der Gebäude sowie die Anschaffung von Medien.

Mit vielerlei Sammelaktionen, viel Elterneinsatz und sehr fleißiger Mitarbeit aller Schüler und Schülerinnen der Klasse, sowie meines Co-Klassenlehrers Lambert Heyder haben wir innerhalb eines Jahres gut 1.000,00 €  zusammengetragen. In den Sommerferien 2008 war es dann so weit! Ich habe meine Urlaubsreise nach Kenia genutzt, um das gesammelte Geld der Klasse 6A unserer Partnerschule in Siaya, Kenia zu überbringen unsere partnerschaftliche Beziehung zu starten.
Gisela Raps

Besichtigung eines neueren Klassenraums mit Bezirksvorsteher, Priester und Schulleiter
Unsere Partnerschule in Siaya, Kenia
Die Schulgemeinschaft beim großen Schulfest anlässlich der Überreichung des ersten Spendengeldes
Unsere Partnerschule in Siaya, Kenia

Schulfest in Siaya – Gründung unserer Projektpatenschaft

Als ich nun am 11. Juli 2008 zur vereinbarten Zeit zur Primary-Mixed-School von Mbaga (Ortsteil von Siaya) kam, erwartete mich bereits die gesamte Schüler-, Eltern- und Lehrerschaft unter Bäumen im Schatten auf dem Schulhof. Sie mussten noch ein Weilchen aushalten, denn zunächst führte mich der Schulleiter durch die Schule. Er zeigte mir die kaputten Schulgebäude und erläuterte die Notsituation, weil zur Zeit zwei Klassen einen Klassenraum teilen müssen. Unsere Spende ermöglicht es ein weiteres Klassenzimmer an bereits bestehende neue Räume anzubauen; hierfür habe ich den „Ersten Spatenstich“ stellvertretend für alle Schüler und Schülerinnen meiner Klasse gesetzt.

Es folgte ein wunderbares sehr engagiert gestaltetes Schulfest mit Darbietungen der Schüler und Schülerinnen von Tanz bis traditioneller Musik sogar mit einer Tanzeinlage des Schulleiters. Auch wir durften ein bisschen „Takalu“ tanzen! Anschließend beschenkten mich die Eltern mit traditionellen Handarbeiten aus der Region: Tonschalen, geflochtene Körbe, ein Strohhut, Kalebassen, sowie einen „Schlangenstock“ (den ich leider nicht durch den Zoll bekommen habe). Ich habe außerdem noch einen Baum gepflanzt, der nun unsere Verbundenheit mit der Schule deutlich machen wird.

Ich kann die Freude gar nicht in Worte fassen, die Schüler und Schülerinnen, Lehrer und Lehrerinnen und Eltern empfunden haben darüber, dass wir an ihrem Leben Anteil nehmen und auf diese Weise den Menschen in der von Touristen unberührten Region helfen eine bessere Entwicklungsmöglichkeit zu bekommen. Ich war ein echter Ehrengast und auch Tage später kamen Elternvertreter, Schulleiter, Pastor und einzelne Kinder  zu mir, um mir persönlich zu danken. Den Dank möchte ich hiermit gerne an alle weitergeben, die uns unterstützen. T-Shirts und gut erhaltene Turnschuhe sammeln für ein „Weihnachtspaket“. In der Weihnachtszeit 2008 haben wir von Eltern, die Trainer im Hennefer Fußballverein sind, einen Satz Trikots mit Stulpen und Shorts gespendet bekommen. Dazu drei gute Lederfußbälle. Außerdem wurde ein ganzer Karton Buntstifte von der Postbank gespendet. In Danksagungsbriefen der Kinder, die sehr farbenfroh gestaltet waren war auch die Freude über die Trikot deutlich, die nun schon eine ganze Saison im Einsatz in Afrika sind! Mit dem Verkauf von selbst gekochter Marmelade und selbst gestrickten Socken, Pulswärmern, Schals und durch einen Zuschuss aus dem Erlös des diesjährigen Sponsorenlaufs (2008) konnten wir wiederum eine stattliche Summe zusammenbringen. Herr Wäsche, der durch seine persönliche langjährige Freundschaft mit einem ehemaligen Lehrer der Schule mit unserem Projekt eng verbunden ist, hat im Frühjahr 2009 den Betrag in Höhe von 1200,00€  anlässlich einer Dienstreise direkt nach Siaya bringen können. Dadurch fielen keine Überweisungskosten an. Schnell bekamen wir ausführlich Antwort, denn nun konnte das Dach rechtzeitig vor der Regenzeit gebaut werden. Auf den Cent genau wird uns immer mitgeteilt, wie das Geld verwendet wird. Nun muss noch die Inneneinrichtung angeschafft werden. Das Gebäude soll noch Fenster, Türen und einen Außenputz bekommen. Außenputz und Farbe verbessern die Haltbarkeit des Gebäudes.

Unser Klassenprojekt findet schon seit einiger Zeit Zustimmung bei vielen Kollegen. Astrid Kröger- Schönbach hat bereits zweimal mit ihrer Bläsergruppe (Schülerinnen und Schüler aus den Musikfachklassen) in Hennef auf dem Markplatz musiziert und mit den erspielten 150,00 einen tollen Beitrag geleistet! Danke an alle Musiker und meine Kollegin Astrid Kröger Schönbach.

Zusammen mit unserem Kuchenverkauf vor den Sommerferien ist nun schon ein stattlicher Betrag von 520,00 auf dem inzwischen eingerichteten „Keniakonto“ Auch beim diesjährigen Sponsorenlauf wird ein Teil des Erlöses für unser Projekt vergeben.

Aktionstag der Klasse 7A:  „Ein Tag für Kenia“
Termin: 26.10.2009

Die Aktion „Ein Tag für Kenia“ wird von der regionalen Presse angekündigt und begleitet. Geplant ist, dass Schülerinnen und Schüler der Klasse 7A einen Tag lang Hilfsdienste in ihrem Bekannten- , Freundes- und Familienkreis durchführen. Das kann zum Beispiel sein: Keller entrümpeln, Speicher ausmisten oder Hund spazieren führen. Der Lohn für diese Hilfsdienste wird dem Keniaprojekt zugute kommen. (Klasse 7A mit Gisela Raps und Lambert Heyder)



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