Schulpartnerschaft mit Polen

Schulpartnerschaft mit Polen

Unsere Partnerschule:

Gimnazjum nr 1, Nowy Dwor Gdanski

Fröhliche Stimmung beim ersten Besuch der polnischen Gäste 2000
Fröhliche Stimmung beim ersten Besuch der polnischen Gäste 2000

Schon seit dem Jahr 2000 besuchen uns in jedem Frühling Schüler/innen des Gymnasiums Nr.1 aus unserer Partnerstadt Nowy Dwor Gdansky in der Nähe von Danzig und dies war bevor Nowy Dwor Gdansky die Partnerstadt von Hennef wurde. Ein Besuch nach Danzig und eine Busfahrt nach Kaschubien, ein Hügelland westlich von Danzig, stehen auf dem obligatorischen Programm. Auch der Bürgermeister von Nowy Dwor Gdanski lässt es sich selten nehmen, die Gäste willkommen zu heißen.

Geprägt ist dieser Austausch immer von einer herzlichen Gastfreundlichkeit der polnischen Gastgeber. Beim Gegenbesuch der polnischen Gäste steht u. a. die Teilnahme am Unterricht, der Besuch des Bürgermeisters, die "Besteigung" des Michelsberges, das Haus der Geschichte in Bonn, der Kölner Dom, die Innenstadt und nicht zuletzt das Phantasialand in Brühl auf dem Programm.

Mein Polentagebuch: Viva Polonia!
Mein Polentagebuch: Viva Polonia!
Mein Polentagebuch: Viva Polonia!

Was die deutschen Schüler/innen in Polen erwartet, schildert Charlotte Rölleke, die 2009 am Austausch teilnahm:

Mein Polentagebuch: Viva Polonia!

Im Juni reisten 13 Schüler/innen des 8. Jahrganges mit Herrn Luke und Herrn Rock nach Polen, um den polnischen Gastschüler/innen, die im Mai in Hennef waren, einen Gegenbesuch abzustatten. Dienstag Heute morgen haben wir uns um 11.00 Uhr am Flughafen Köln-Bonn am Terminal 2 getroffen. Ich war gespannt, was mich und die anderen wohl so erwarten würde. Wir checkten ein, und pünktlich um 13.25 Uhr hob das Flugzeug ab und verließ Deutschland. In Polen angekommen empfing uns wundervolles Wetter. Bis zu Hennefs Partnerstadt war es aber leider noch eine ganze Stunde Busfahrt, und das bei der Hitze …

Wir wurden gegen 16.30 von den Gastfamilien abgeholt und mit nach Hause genommen. Am Nachmittag wurde mir die kleine Stadt und die Schule gezeigt. Um 19.00 Uhr trafen wir uns mit den anderen Schüler/innen und den Lehrern im Joker, einer beliebten Pizzeria in der Stadt. Die Lehrer fragten, ob es uns gefallen würde, und ob wir irgendwelche Probleme hätten ... hatte aber keiner. Danach gingen wir noch ein bisschen mit dem Hund spazieren (fast jeder in Polen hat einen Hund, Katzen hat fast niemand).

Mein Polentagebuch: Viva Polonia!
Mein Polentagebuch: Viva Polonia!

Mittwoch

Vormittags hatten wir ein Treffen mit dem Bürgermeister von Nowy Dwor Gdansk (das ist die Partnerstadt von Hennef, in der auch unsere Partnerschule steht und wo die meisten von uns wohnten). Er hielt eine kleine Ansprache und die beiden polnischen Lehrer übersetzten es uns, denn beide können super gut Deutsch.

Nun gingen wir in strömendem Regen zu Fuß zur Schule, um dort 5 Schulstunden lang am Unterricht teilzunehmen. Die Schule ist ganz anders, ich meine nicht vom Aussehen her, sondern vom System. Die Lehrer haben ihre eigenen Räume, und die Schüler kommen zu den Lehrern in die Klassen. Jeder Schüler hat ein eigenes Schließfach. Die fand ich besonders cool. Aber diese Schule, auf der unsere Partner waren, ging nur von Klasse 8-10. Vorher waren die Schüler auf einer Schule, die Klasse von 1-7 unterrichtet. Danach kommt normaler Weise das Abitur. Die Schüler tragen Schuluniformen. Na ja, zurück zum Mittwoch: Die erste Stunde hatten wir Polnisch, eigentlich saßen wir nur da und haben zu gehört. Worum es genau ging, wusste, glaube ich, keiner. Die zweite Stunde hatten wir Geschichte, und da lief es nicht anders. Nach dem Ende der Stunde war es 12.00 Uhr und wir sind in der Kantine Mittag essen gegangen. Auch dort sah es ganz anders aus, es war nur für ca. 40 Schüler Platz und zwischen verschiedenen Gerichten wählen konnte man auch nicht. Für das Essen hatten wir genau 15 Minuten Zeit.

Danach ging es zu einem Lehrer in den Musikunterricht, es wurden die ganze Stunde nur Lieder gesungen, manche auch auf Polnisch, das klang für mich nicht sehr gut. In den folgenden zwei Sportstunden haben wir einen Wettbewerb gemacht, die Polen gegen die Deutschen. Wir Deutschen haben gewonnen und einen Pokal und jeder eine Medaille bekommen. Der Rest des Tages war frei und wir haben uns  in kleinen Gruppen getroffen.

Mein Polentagebuch: Viva Polonia!
Mein Polentagebuch: Viva Polonia!
Mein Polentagebuch: Viva Polonia!

Donnerstag

Um 9.00 Uhr haben wir uns am Rathaus getroffen und sind mit dem Schulbus nach Stutthof in das ehemalige Konzentrationslager gefahren. Zuvor haben wir im Blumenladen Rosen gekauft. Die Polen weiße, und wir Deutschen haben rote gekauft. Die haben wir dann am Ende unseres Rundganges auf die Gedenkstelle gelegt.

Wir haben einen Großen Kreis gebildet (nur wir Deutschen) und haben eine Schweigeminute eingelegt. Im ehemaligen Konzentrationslager konnte man einige Ausstellungsstücke sehen, Dinge, die noch übrig geblieben waren, z.B. Betten, einen riesigen Berg Lederschuhe, Toiletten, Waschbecken oder Karteikarten.

Von dort aus sind wir an den Strand gefahren, wir hatten dort 2 Stunden Aufenthalt und sind dann gemeinsam 5 km zum Treffpunkt gewandert. Dort wollten wir uns mit unseren Gastfamilien treffen und ein grillen. Dann ging es nach Hause.

Freitag

Vormittags sind wir mit einem Schulbus zur Marienburg gefahren. Sie ist die größte Burg Europas und gehörte früher dem Deutschen Ritterorden. Durch den Krieg ist sie sehr zerstört worden, sodass sie noch heute restauriert wird. Wir hatten eine Führung durch die Burg. Wusstet ihr, dass es damals schon Fußbodenheizung gab? Na ja, zum Schluss sind wir noch einmal ganz drum herum gegangen.

Nun war auch schon wieder Abfahrt, denn gegen 12.00 Uhr wollten wir schon wieder in der Schule sein um dort zu Mittag zu essen. Am Nachmittag bekamen wir eine Projektaufgabe zum Thema ,,Polen – Deutschland, Gemeinsamkeiten und Unterschiede“.

Als wir fertig waren, stellte jede Gruppe sein Plakat vor. Zum Abschluss des Tages gab es noch eine Stadtralley. Leider war das Problem meiner Gruppe, das wir den Fragebogen verlegt hatten, und somit nur eine Antwort hatten. Aber wie sollten wir nun bloß zum Treffpunkt kommen? Gott sei Dank wussten wir, wie das Ziel heißt, aber wo es war, das wussten wir nicht. Also haben wir uns durchgefragt, aber leider waren sich die Leute, die wir fragten, nicht ganz einig. Wir fanden es aber doch und machten somit den zweitletzten Platz.

Samstag und Sonntag

An diesem Wochenende hatten wir kein offizielles Programm. Wir verbrachten die Zeit in den Gastfamilien. Die Familien hatten sich einiges ausgedacht: Schwimmbad, Fahrradtour, Shoppen oder wir trafen uns einfach mit Freunden.

Montag

Um 9.00 Uhr trafen wir uns, um mit dem Schulbus nach Danzig zu fahren. In Danzig hatten wir ca. 2 Stunden Aufenthalt, um uns die Stadt anzusehen. Danach ging es mit dem Schulbus weiter zum Strand. Wer wollte, konnte mit den Lehrern über eine Mole spazieren gehen oder sich an den Strand legen. Man konnte auch noch shoppen gehen. Nach zwei Stunden ging es dann weiter, endlich zum Aqua- Park, worauf sich alle die ganze Woche gefreut haben. Er ist zwar nicht viel größer als normale Schwimmbäder in Deutschland, aber es gibt dort eine super Wildwasserrutsche.

Dienstag

So schnell kann eine Woche vorübergehen. Morgens um 8.00 Uhr trafen wir uns wieder am Rathaus, diesmal mit allem Gepäck. Die Gasteltern waren sehr nett und hatten vielen ein großes Lunchpaket mitgegeben, doch Hunger hatte niemand. Der Rückflug verlief super, bis wir gesund und munter am Flughafen Köln-Bonn ankamen, wo unsere Eltern schon auf uns warteten.
(Charlotte Röllecke, 8A)



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